Winterzeit – Herausforderung für Fahrzeug und Mensch

Auch wenn zurzeit die Außentemperaturen etwas anderes fühlen lassen, steht der nächste Winter vor den Toren. Sofern der eigene Fuhrpark hierauf noch nicht vorbereitet sein sollte, wird es nun höchste Zeit. Besonders der Herbst und im Nachhinein der Frühling sind arbeitsintensive Zeiten für Unternehmen in der Transportbranche. Denn in dieser Zeit müssen die Fahrzeuge generell neue Reifen aufgezogen bekommen. Das bedeutet für den Fuhrpark etwaige Ausfälle von Lastwagen und demnach für die Disposition eventuelle Planungsänderungen.

Doch nicht nur die Fahrzeuge müssen entsprechend ausgerüstet sein, auch für die Fahrzeugführer kommt eine besondere Zeit zu. Insbesondere die Winterzeit hält für Fahrzeugführer so manch ungeahnte Herausforderungen bereit. Wir zeigen, welche Regelungen bei der Nutzung von Winterreifen zu beachten sind und welche Ausrüstung auf keiner Fahrt fehlen sollte. Darüber hinaus geben wir noch einige Tipps, die Fahrzeugführer beachten können, um gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen.

Wie sehen die Regelungen hinsichtlich Winterreifen in der Schweiz aus?

Trotz vieler Berge und starken Anhöhen besteht in der Schweiz keine gesetzliche Pflicht Personen- oder Lastwagen mit Winterreifen auszustatten. Doch bedeutet dieses in keinem Fall, dass es einen Freibrief für Privatpersonen und Unternehmen gibt und hier Geld gespart werden kann. Denn letztendlich kann es teuer werden, wenn Fahrzeuge ohne eine angepasste Bereifung an die Witterungslage den Verkehr behindern. Kommt es zum Unfall kann auch der Fahrzeugführer mit haften.

Auf manchen Teilstrecken, insbesondere auf Alpenpässen kann es gesonderte Regelungen geben. Ebenso kann es auch Teilstrecken geben, bei denen Schneeketten bei bestimmter Wetterlage verpflichtend sind. Hier wird durch das entsprechende Signal „Schneeketten obligatorisch“ auf die Pflicht von Schneeketten beim Befahren dieser Strecke hingewiesen. Dann sind wenigstens zwei Antriebsräder der gleichen Achse, bzw. bei Motorfahrzeugen mit Doppelrädern je ein Antriebsrad auf jeder Seite, mit Schneeketten aus Metall zu versehen.

Aus diesem Grund sollten Lastwagen und Personenwagen generell mit Winterreifen ausgestattet werden. Hinzu kommt, dass neben der richtigen Bereifung auch das Fahrzeug entsprechend ausgerüstet sein sollte. In jedem Fahrzeug, insbesondere Lastwagen, sollten daher Utensilien, wie Schneeketten, nicht fehlen.

Herausforderungen für Fahrzeugführer

Generell können unabhängig der Jahreszeit immer etwaige Herausforderungen beim Führen eines Lastwagens aufgrund der Wetterverhältnisse auftreten. So ist es im Herbst nicht selten, dass am frühen Morgen noch dichter Nebel über den Straßen liegt. In anderen Zeiten können unerwartete Regenfälle dazu führen, dass zum einen die Sicht schlecht ist und zum anderen beispielsweise Aquaplaning-Gefahr besteht. Andererseits kann extreme Hitze in den Sommermonaten den Fahrzeugführer einiges abverlangen.

Doch der Winter hält auch einige Herausforderungen bereit, bei dem es zu den meisten Unfällen kommt. Die hauptsächlichen Schwierigkeiten liegen bei vereisten Straßen und, insbesondere bei starkem Schneefall, schlechter Sicht.

Persönliche Ausrüstung, die nicht fehlen darf

Neben den bereits angesprochenen Winterreifen und dem Mitführen von passenden Schneeketten, sind noch einige weitere Dinge empfehlenswert. So sollte jeder Fahrzeugführer für die kalte Jahreszeit gut ausgerüstet sein. Neben warmer Kleidung, einschließlich einer Winterjacke, entsprechende Mütze und Handschuhe, sind auch wasserdichte Winterstiefel ein Muss. Zwar benötigt man diese Ausstattung nicht beim Führen eines Lastwagens, doch spätestens, wenn es darum geht, dass die Schneeketten aufgezogen werden müssen, ist eine warme Bekleidung unverzichtbar.

Wie immer sollte, auch im Winter, auf ausreichend Flüssigkeit und Nahrung geachtet werden. Aufgrund der Witterungsverhältnisse kann es dazu kommen, dass man den geplanten Autohof nicht mehr erreicht und ein alternativer Stellplatz gesucht werden muss. Sollte es hier keine Verpflegungsmöglichkeit geben, ist man froh, wenn man selbst etwas dabeihat.

Tipps für eine sicherere Fahrt

Die Inspizierung des Fahrzeuges hat zwar vor Fahrbeginn stets zu erfolgen, ist in den Wintermonaten allerdings einer besonderen Bedeutung zuzukommen. So sollte insbesondere der Reifendruck, der Stand des Motoröls und das Vorhandensein von Frostschutzmittel kontrolliert werden. Zusätzlich sollte ausreichend Treibstoff in den Tanks sein. Dieses erhöht auch das Gewicht und damit die Traktion auf der Straße. Ebenso sollten die Scheinwerfer funktionsfähig und während der Fahrt immer eingeschaltet sein.

Darüber hinaus ist immer ausreichend Abstand zum Vorausfahrenden einzuhalten, da sich bei schlechten Straßenverhältnissen der Bremsweg um einiges verlängert. Dementsprechend muss auch die Geschwindigkeit der Begebenheit angepasst werden. Viele Unfälle geschehen durch überhöhte Geschwindigkeit.

Sollten sich die Sicht oder die Straßenverhältnisse extrem verschlechtern, ist trotz ständigem Zeitdruck auf die Vernunft zu achten. Denn dann sollte lieber schnellstmöglich ein sicherer Abstellplatz aufgesucht werden, als dass man eine Weiterfahrt und damit eine Gefahr für sich selbst, Lastwagen und Ladegut riskiert.

Nicht zuletzt ist natürlich ein vorausschauendes Fahren unerlässlich. Plötzlich auftretendes Glatteis, insbesondere auf Brücken und Autobahnfahrten, sind nur einer der Gefahren, die speziell im Winter auftreten können.

Fahrzeugführer schulen und für den Winter vorbereiten

Unternehmer sind dafür verantwortlich, dass ihre Fahrzeugführer ausreichend geschult sind. Besonders zur Vorbereitung für die winterlichen Monate kann ein Fahrsicherheitstraining eine gute Wahl sein. Doch unabhängig davon, ob es sich um die vorgeschriebenen CZV-Kurse oder Weiterbildungen im Transport- und Logistikfachwissen handelt, unterstützen wir Sie gerne dabei, das richtige Angebot für Ihre Unternehmen zu finden. Sprechen Sie uns gerne noch heute an.

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