Viele Transportunternehmen bieten die Möglichkeit an, Waren zu lagern. Dabei befinden sich häufig auch hochwertige Produkte, deren Schutz entsprechend gesichert werden muss. Obwohl Einbrüche in solche Lager zunehmend zurückgehen, stellt sich dennoch die Frage, wann der Einsatz von Objektschutz mit professionellem Personal notwendig ist. Bei dieser Entscheidung sollten Unternehmen das Risiko eines wirtschaftlichen Schadens sowie den möglichen Verlust ihres Images berücksichtigen.
Grundsätzlich tragen Unternehmen bei der Lagerung von fremden Gütern oder Rohstoffen eine besondere Verantwortung. Im Falle von Schäden oder Verlusten müssen sie sich gegenüber dem Eigentümer der Güter rechtfertigen. Zwar können Unternehmen entsprechende Versicherungen abschließen, die zumindest einen finanziellen Ausgleich bieten, jedoch entstehen oft auch Imageschäden, die zu wirtschaftlichen Verlusten führen können. Kunden könnten abspringen oder sich bereits im Vorfeld für ein anderes Unternehmen entscheiden.
Beim Objekt- und Wachschutz gibt es zwei Hauptoptionen: den Einsatz von Alarmanlagen und Videoüberwachung oder den personellen Wachschutz. Bei der ersten Variante können Unternehmen mittlerweile ihr Objekt in Echtzeit über Handy-Apps überwachen. Auch eine Alarmierung auf das Mobiltelefon ist möglich. Allerdings kann es bereits zu spät sein, wenn Einsatzkräfte vor Ort eintreffen.
Der personelle Wachschutz hingegen ist stets vor Ort. Die Mitarbeiter sind durch Seminare professionell geschult und erhalten die notwendigen Kenntnisse über Sicherheitstechnik und relevante Gesetze. Diese Schulungen bereiten sie darauf vor, moderne und komplexe Überwachungsanlagen sicher zu bedienen. Bevor Täter sich an solchen Lagern zu schaffen machen, beobachten sie das Objekt in der Regel vorher. Die Präsenz der Sicherheitskräfte wirkt bereits als abschreckendes Mittel, bevor ein Zugriff überhaupt erfolgt.
Bei der Entscheidung, ob ein Wachschutz mit personellen Kräften zum Einsatz kommt, spielt auch die Art der gelagerten Waren oder Rohstoffe eine entscheidende Rolle. Besonders begehrt sind Rohstoffe wie Stahl und Kupfer, aber auch teure Technikausrüstungen oder andere hochwertige Güter wie pharmazeutische Produkte. Diese lassen sich in der Regel einfacher weiterverkaufen oder im Ausland in Umlauf bringen.
Auch wenn es zunächst abwegig erscheint, sind flüssige Rohstoffe wie Heizöl oder Diesel ebenfalls stark betroffen. Die Täter gehen dabei so raffiniert vor, dass es oft nicht auffällt, dass ein Tanklaster vor Ort ist und den entsprechenden Rohstoff abpumpt.
Neben der Möglichkeit, Sicherheitsanlagen oder einen professionellen Wachschutz einzusetzen, kann ein Unternehmen auch weitere Maßnahmen zum Schutz der Güter ergreifen. Dazu gehören unter anderem Zutrittskontrollen und Beschränkungen der Zutrittsrechte.
Auch die Organisation eines solchen Schutzes sollte gut geplant und durchgeführt werden. Hierzu benötigt man in der Regel ein ausgearbeitetes Konzept, geschultes Personal und regelmäßige Überprüfungen der Sicherheitsanlagen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Lagerzeit der Güter, die so gering wie möglich gehalten werden sollte. So haben Täter weniger Zeit, sich vorzubereiten und die Güter zu stehlen.
Ist ein Unternehmen zu der Entscheidung gekommen, dass die gelagerten Güter mittels eines personellem Wachschutzes geschützt werden sollen, so ist der nächste Schritt die richtige Auswahl des Sicherheitspersonals.
Bei einem seriösen Wachschutz-Unternehmen, bei dem die Dienstleistung eingekauft wird, ist der Vorteil, dass die entsprechenden Sicherheitskräfte bereits geschult und sofort einsatzfähig sind. Auch eine regelmäßige Fortbildung des Personals ist ein Indiz für ein professionelles Wachschutz-Unternehmen. Weiter ist zu bedenken, dass bei externen Unternehmen der eigene Verwaltungsaufwand sehr gering ist und die Kosten klar kalkulierbar sind.
Alternativ kann der Wachschutz auch mit eigenem Personal besetzt werden. So kann das eigene Personal an das Unternehmen gebunden und die Identifizierung mit dem eigenen Arbeitgeber erhöht werden. Eine gute Möglichkeit bietet sich hierbei auch für Mitarbeiter, die die eigentliche Aufgabe aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht mehr ausführen können. Zwar ist der Objektschutz keine leichte Aufgabe, allerdings auch eine weniger körperlich schwere Tätigkeit, wie zum Beispiel das Be- und Entladen von Lastwagen. Bevor jedoch das ausgewählte Personal eingesetzt werden kann, ist vorab eine Fortbildung mit einer Sachkundeprüfung notwendig. Auch sollte darauf geachtet werden, dass regelmäßig Fortbildungen durchgeführt werden, um auf den neuesten Stand zu bleiben. Ein weiterer Vorteil kann bei eigenem Personal sein, dass dieses gegebenenfalls noch weitere Aufgaben, beispielsweise im Tagesgeschäft übernehmen kann, ohne dass die Sicherheit der Güter gefährdet wird.
Jedes Unternehmen, das eigene oder fremde Güter und Rohstoffe lagert, sollte sich irgendwann Gedanken über den Einsatz eines Wachschutzes machen. Ein gut ausgearbeitetes Sicherheitskonzept kann dabei maßgeblich unterstützen. In diesem Zusammenhang sollte auch die Lagerhaltung überprüft und gegebenenfalls optimiert werden. Wir helfen Ihnen gerne bei dieser Aufgabe. Mit einer individuellen Lösung zur Lageroptimierung kann sich Ihr Unternehmen zukunftssicher aufstellen. Sprechen Sie uns hierzu an oder vereinbaren Sie noch heute ein Beratungsgespräch zur „Umschlag- und Lageroptimierung“.
Von der gesetzlichen Pflichtschulung bis zur betrieblichen Weiterbildung — wir zeigen Ihnen, welche Ausbildung für Ihren Betrieb wirklich Sinn ergibt.
Bildungsangebote ansehenAusgewählte Beiträge mit praktischem Wissen, wichtigen Hintergründen und Themen, die im Berufsalltag schnell übersehen werden.
Bleiben Sie informiert und entdecken Sie weitere interessante Beiträge zu aktuellen Themen und Trends in der Transport- und Logistikwelt. Stöbern Sie durch unsere Artikel und erweitern Sie Ihr Wissen mit wertvollen Einblicken und praktischen Tipps von unseren Experten
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen